FILMCLUB ZEIGT DEN FILM „BOY“

Synopsis “Boy” erzählt über Landschafaufnahmen und nahe beobachtende Einstellungen von einem Mädchen, welches in Afghanistan als Junge aufwächst und einer jungen afghanischen Sängerin in London, die Jungenkleidung trug, um sich freier in der afghanischen Gesellschaf zu bewegen. Die Tradition “Bacha Posh” bedeutet: ein Mädchen seit Geburt oder von klein an, als Junge zu kleiden und sie in dieser Funktion zu erziehen. Im geschlechtsreifen Alter werden diese Mädchen meist wieder “normale” Mädchen und als Frauen verheiratet. Faranoz ist 13 Jahre alt und wurde als ”Bacha Posh” erzogen. Sie lebt bewusst alle Freiheiten und Pflichten eines Jungens, von Fußball spielen mit den anderen Jungs bis die Einkäufe für ihre alleinerziehende Schwester zu erledigen. Elaha ist eine 24-jahrige Sängerin und lebt in London. Sie entschied sich als junge Frau, vor ihrer Migration aus Afghanistan, sich als Junge auszugeben, um ein selbstbestimmteres Leben führen zu können. Die Lebenswege der beiden reflektieren die Schwierigkeit sich als Frau in Afghanistan zu bewegen und formulieren in ihrer Kühnheit und Abnormalität Möglichkeiten, auch über unser Geschlechterverständnis hinaus, Dinge zu verändern und eigenwillige Wege zu gehen.

 

Lesung – ZUM THEMA FLUCHT 28.09.2015

Den Weg von Flüchtlingen aus Syrien nach Europa hat Wolfgang Bauer begleitet: Undercover begibt er sich mit einer Gruppe Syrischer Flüchtlinge auf den Weg nach Europa. In seinem Buch beschreibt er was er erlebt hat und auch, dass es nicht ohne Helfer – manchmal Fremde, manchmal Freunde oder Verwandte – geht. Stefan Buchen setzt hier an und dokumentiert wie Menschen kriminalisiert werden die in der Bundesrepublik leben und Ihren Freunden oder Verwandten helfen aus dem Krieg hierher zu kommen. Und nach aktueller Gesetzgebung ist auch jeder kriminell, der die Dienste eines Fluchthelfers in Anspruch nimmt. Über diese Paradoxien diskutieren die beiden Autoren.

am 28.09.2015 um 19 Uhr – in der W3 (Nernstweg 32)
Eintritt 5,- € / erm. 3,- €

Sie haben die Möglichkeit sich vorher anzumelden:

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Lesung zum Thema Flucht 28.04.2015

Mit den Autoren Wolfgang Bauer & Stefan Buchen

Beide stellen ihre aktuellen Bücher vor und werden miteinander diskutieren.

Die neuen Staatsfeinde

Menschen, die selbst einmal Flüchtlinge waren, holen ihre Frauen, Kinder und Verwandten aus dem syrischen Krieg illegal nach Deutschland. Dafür behandelt der deutsche Staat sie wie Verbrecher. Die Fluchthelfer – die »Schleuser« – werden von Regierung, Polizei, Justiz und Presse mit Terroristen und Mördern auf eine Stufe gestellt. In dem aktuellen Fall, den Stefan Buchen recherchiert hat, verlieren Behörden und die deutsche Flüchtlings- und Migrationspolitik jedes menschliche Maß.

 

Über das Meer: Mit Syrern auf der Flucht nach Europa

Vor unseren Augen spielt sich eine doppelte humanitäre Katastrophe ab: Der syrische Bürgerkrieg fordert nach wie vor zahllose Menschenleben. Millionen Syrer sind auf der Flucht. Einige von ihnen wagen von Ägypten aus die Überfahrt nach Europa. Bei diesem Unterfangen sterben Jahr für Jahr Hunderte Menschen, das Mittelmeer ist damit die gefährlichste Seegrenze der Welt. Der „Zeit“-Reporter Wolfgang Bauer hat syrische Flüchtlinge begleitet. In ihren Verstecken in Ägypten, im Boot, auf den Straßen Europas. Er schildert die Schicksale, die sich hinter den abstrakten Zahlen verbergen, und die dramatischen Umstände der Flucht. Ein authentisches Dokument und zugleich ein leidenschaftlicher Appell für eine humanitärere Flüchtlingspolitik.

 

 

Lesung „Generation Erdogan“ mit Cigdem Akyol

Die Bilder gingen um die Welt, der Gezi-Park wurde zum weltweiten Symbol des Aufstandes: Im Frühjahr 2013 protestierten aufgeklärte Türken und Türkinnen und forderten mehr Demokratie und den Rücktritt Erdogans. Doch es kam anders: Im August 2014 wählten 52 Prozent Erdogan zum Staatspräsidenten. Warum? Das Land ist gespalten: Die einen sehen in Erdogan den „Vater der Heimat“, hoffen auf wirtschaftlichen Aufschwung und Stabilität, die anderen fürchten eine Entwicklung hin zum islamistisch-konservativen Staat. Erdogan verfolgt seinen Kurs unerbittlich: Medien und Verwaltung werden ideologisch auf Linie gebracht, Kritiker inhaftiert, die Justiz, die politische Opposition und das einst mächtige Militär gedemütigt und ins bedeutungslose Aus abgeschoben. Cigdem Akyol, Türkei-Korrespondentin für zahlreiche namhafte deutschsprachige Medien, schildert die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die Erdogan den Aufstieg nach ganz oben ermöglichten. Sie beschreibt seinen Werdegang, zeigt auf, wie sich die Türkei unter Erdogan verändert hat und analysiert die Auswirkungen seines autoritären Politikstils.
Eine Veranstaltung von CULTURE|connection e.V. in Kooperation mit dem Akademikerbund Hamburg
Am 16.3.2015

23. -26. Oktober 2014 | Arabische Filmtage

Poster

Arabische Filmtage Hamburg (zur Seite das Banner anklicken)

3001 Kino

23.-26. Oktober

 

Die arabische Filmtage im 3001 Kino bringen Bilder einer fremden Kultur nach Hamburg.
Es werden Filme von unbekannten Nachwuchsregisseur/innen sowie etablierten Filmemachern verschiedensten Genre gezeigt.
Das Hauptthema der Woche wird Transformation von Gesellschaft sein.

Gefördert von der Konrad-Adenauer-Stiftung Hamburg, Kirchliche Entwicklungsdienst

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Medienpartner TAZ

Timetable

Übersicht

Programm

Donnerstag, 23.10.:19.00 Uhr:
A Resident Of The City
Dokumentation; Arabisch mit englischen Untertiteln; Ägypten 2011; Regie: Adham El- Sheriff; 15 Min.
Kairo und das Leben aus der Sicht eines Straßenhundes: Einige führen ein privilegiertes Leben, Andere eine bloße, elende Existenz, aber zumindest sind sie frei. Ein Hundeleben in der ägyptischen Hauptstadt… Ein ruhiger und gleichzeitig sehr kraftvoller Film.
Crop
Englisch Originalfassung; Ägypten, Deutschland 2012; Regie: Marouan Omara, Johanna Domke; 49 Min.
Eine Reflexion über den Einfluss von Bildern während der ägyptischen Revolution 2011. Ohne die Auseinandersetzungen auf den Straßen und Plätzen des Landes direkt zu zeigen, konzentriert sich der Film stattdessen auf das Innere eines Gebäudes: den Sitz der Tageszeitung Al-Ahram, Ägyptens einflussreichster staatlicher Zeitung. Die meditative Beobachtung von Arbeitsabläufen und Routinen wird kontrapunktisch ergänzt durch die Off-Screen Erzählung eines Fotojournalisten, der die Revolution durch seinen Krankenhausaufenthalt „verpasste“. Die strikte Trennung zwischen visueller und auditiver Ebene öffnet neue Entdeckungs- und Bedeutungsräume. Gewinnerfilm des Wettbewerbs – 11.dokumentarfilmwoche hh ´14. Marouan Omara und Johanna Domke werden anwesend sein und stehen für ein Filmgespräch zur Verfügung.
21.00 Uhr:
Al-khoroug lel-nahar – Coming Forth by Day
Arabisch mit deutschen Untertiteln; Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate 2013; Regie: Hala Lotfy; 96 Min.
Der Film zeigt die Geschichte von Soad, die, um ihren bettlägerigen Vater zu pflegen, ihr eigenes Leben hinten angestellt hat. Einerseits wird die tägliche Routine mit all ihrer Frustration, aber auch Momenten der Zärtlichkeit gezeigt. Andererseits wird der Zuschauer mitgenommen, wenn Soad ihren Sehnsüchten nachgibt und nachts allein durch die ägyptische Hauptstadt in Zeiten der Revolution streift…
Freitag, 24.10.:17.00 Uhr:
Kurzfilmprogramm 1: Sex & Gender in der Arabischen Gesellschaft
Catharsis
Dokumentation; Arabisch & Englisch mit englischen Untertiteln; Ägypten 2013; Regie: Alia Ayman; 7 Min.
Ein intimes Selbstporträt der jungen Regisseurin, ausgelöst durch eine Identitätskrise: Gedanken über Gender, Religiosität, Kultur und gesellschaftliche Tabus.
Al Maktoub
Dokumentation; Arabisch mit englischen Untertiteln; Ägypten 2013; Regie: Ahmed Ammer; 18 Min.
Eine ägyptische Hausfrau, situiert in der reichen Oberschicht von Kairo: Sie erlebt die Zerstörung ihrer Lebensrealität als sie erfährt, dass ihr Mann eine Zweitfrau genommen hat. Verwirrt sucht sie Rat bei einer Wahrsagerin die ihr eine andere Zukunft voraussagt…
A Man Since Long Time
Dokumentation; Arabisch & Englisch mit englischen Untertiteln; Ägypten 2012; Regie: Mahmoud Yossry; 17 Min.
Junge Männer sprechen offen über Möglichkeiten und Beschränkungen, in einer konservativen Gesellschaft ihre Sexualität auszuleben. Ungewöhnliche Einblicke in die Realität der heutigen ägyptischen Jugend.
Bad Game
Dokumentation; Englische Originalfassung; Frankreich/Israel 2014; Regie: Lucie Saphores; 10 Min.
Zwischen Geräusch- und Filminszenierung. Der Film handelt von dem Zusammentreffen eines Mannes aus Jerusalem und einer jungen Studentin aus dem Ausland, die eine versteckte Kamera bei sich trägt. Jeder spielt sein eigenes Spiel…
Im Anschluss an die Filme ist eine Sykpe-Konferenz mit Alia Ayman, Mahmoud Yossry und Ahmed Amer geplant, so dass die Zuschauer*innen mit den Filmemacher*innen ins Gespräch kommen können. Eventuell werden Alia Ayman und Mahmoud Yossry auch anwesend sein.
19.00 Uhr:
Kurzfilmprogramm 2: Musik in den Umbrüchen der Arabischen Welt
The Sheikh Imam Projekt
Experimental/Videokunst; Arabisch mit englischen Untertiteln; Libanon 2014; Regie: Geith Al-Amine; 8 Min.
Ein Klavier, ein Smartphone und ein Liebeslied (El Bahr Biyidhak Leh – Warum lacht das Meer) werden zu einem performativen Tribut an den revolutionären ägyptischen Komponisten und Sänger Sheikh Imam Issa, der seinen Kampf gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit mit mehreren Gefängnisaufenthalten bezahlte und zur Ikone des arabischen Anti-Imperialismus wurde.
Cairographie
Tanz-Dokumentation; Arabisch mit englischen Untertiteln; Vereinigte Arabische Emirate, Marokko 2013; Regie: Hicham Ayouch; 13 Min.
Nicht im Strom schwimmen – junge Tänzer brechen mit gesellschaftlichen Normen: In Kairo stellt eine Gruppe von Tänzer*innenn gesellschaftliche Normen durch Bewegung im Raum dar und demonstriert ihren Ausstieg aus gesellschaftlichen Konventionen durch körperliche Präsenz.A-Rap
Dokumentation; Arabisch mit englischen Untertiteln; Jordanien 2013; Regie: Zach Jamal; 14 Min.
Amer, ein junger Student an der Universität von Amman, ist Rapper. Seine Texte reflektieren seine Ansichten über die Gesellschaft und die Rolle der Musik in der arabischen Gesellschaft. Die Kamera folgt ihm durch seinen Alltag: Durch die Straßen, in die Universität und Nachtclubs der konservativen Stadt Amman.Arab Fusion – The Sound Between The Note
Dokumentation; Arabisch/Englisch; Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Libanon 2013; Regie: Cyril Eberle; 35 Min.
Dieser Dokumentarfilm zeigt die Spannbreite zwischen traditioneller, akustischer Musik bis hin zu modernen zeitgenössischen Klängen arabischer Musik.
Alte und neue Klänge der arabischen Welt. Gezeigt wird die Spannbreite: Von der traditioneller, akustischer Musik bis hin zu modernen, zeitgenössischen Klängen. Eine musikalische Reise.Samstag, 25.10.:

17.00 Uhr:
Ladder to Damascus
Arabisch mit englischen Untertiteln; Libanon 2013; Regie: Mohamed Malas; 97 Min.
Ghalia, eine junge syrische Frau, macht sich auf, um in Damaskus Schauspiel zu studieren und sich über ihr Innerstes klar zu werden. Denn sie glaubt vom Geist einer Frau besessen zu sein, die zum Zeitpunkt von Ghalias Geburt im Meer ertrank. Sie kommt in einem alten Haus voller Künstler*innen  unter, die in ihrer eigenen kleinen Welt leben und verliebt sich in einen jungen Regisseur. Doch die politischen Ereignisse der Außenwelt holen die junge Frau und ihr Glück ein.

19.00 Uhr:
Stable Unstable
Arabisch mit englischen Untertiteln; Libanon, Katar 2013; Regie: Mahmoud Hojeij; 88 Min.
Beirut – ein Appartementhaus. Der Psychotherapeut Ghassan hat viel zu tun. Es ist der letzte Tag des Jahres und 7 Bewohner*innen des Hauses suchen seinen Rat, um das vergangene Jahr abschließen zu können. Entlang dieser wunderbaren und manchmal komischen Geschichten, entfaltet sich ein ganzes Panorama eines Hauses: Von heimlichen Leidenschaften bis hin zu eigenwilligen Neurosen.

Sonntag, 26.10.:

11.00 Uhr:
The Square
Arabisch mit englischen Untertiteln; Ägypten, USA 2013; Regie: Jehane Noujaim; 108 Min.
Die Wirren der ägyptischen Revolution hinter den Bildern der offiziellen Nachrichten: Der Zuschauer verfolgt die Revolution aus der Perspektive von sechs sehr verschiedenen Protestler*innen und Revolutionär*innen. Jeder hat seine eigenen Gründe auf die Straße zu gehen, doch alle wollen eine lebenswerte und verantwortungsbewusste Gesellschaft.

Im Anschluss an den Film findet in den Räumen der Volkshochschule Hamburg, gleich neben dem 3001 Kino, eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Die künstlerische Bearbeitung revolutionärer Prozesse in den Ländern des Arabischen Frühlings“ statt. Zu dieser Veranstaltung sind alle Zuschauer*innen des Films, aber auch alle anderen Interessierten eingeladen. Die Liste der Gäste wird Mitte Oktober bekanntgegeben.

3001 Kino

Schanzenstrasse 75 (im Hof)
20357 Hamburg
Programmansage und telefonische Kartenvorbestellung
040 / 437679

Das Kino ist ebenerdig und für Rollstuhlfahrer_innen erreichbar.

lage