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Nachbericht: Arabische Filmtage

Mit dem aufwühlenden Film SILVERED WATER starteten die Arabischen Filmtage 2015. Die Aufforderung des Regisseurs „Film alles!“ übersetzten wir für uns in die Aufforderung die grausamen Bilder der Öffentlichkeit zugängig zu machen und so zeigten wir im ausverkauften 3001 Kino den Film über eine der größten Tragödien unserer Zeit.

Der Kurzfilm – CHAM PAPER – im Anschluss zeigte die Verarbeitung dieser Bilder in künstlerischer Form aus der Perspektive Syrischer Künstler im türkischen Exil.

Nach einer Atempause starteten wir mit der zweiten Vorstellung etwas verspätet. YALLAH! UNDERGROUND. Ein Musikfilm? Eine Dokumentation? Ein Kunstprojekt? Ein Essay? – Ein großartiger Film über die Musikszene der arabischen Welt und das Lebensgefühl der arabischen Jugend. Zu später Stunde stand dem Publikum dann via Skype der Regisseur Farid Eslam für ein Gespräch über sein Werk zur Verfügung.

Am Freitag war das Tagesthema Migration. Wir starteten um 17 Uhr mit der Doppelvorstellung HOME SWEET HOME und THE STORY OF THE FRIENDS, mit anschließendem Gespräch mit Machmud Yossry über seinen Film über die Auswanderung junger Ägypter aus ihrer Heimat. Im Anschluss (um 19 Uhr) erzählt SAKEN die Geschichte einer tiefen und ungleichen Freundschaft.

Am Samstag zeigten wir in einem Doppelscreening mit zwei Dokumentarfilmen die Probleme des Umgangs mit psychischen Erkrankungen in der arabischen Gesellschaft auf. Der Spielfilm GHADI im Anschluss nahm sich dem Thema Behinderung in der arabischen Gesellschaft auf eine tragisch-komische Art an. Das Kino war ausgebucht und die Stimmung sehr heiter.

Die Filmmatinee am Sonntag war in Anbetracht der frühen Uhrzeit gut besucht; der Film OUT ON THE STREET mit einer künstlerischen Herangehensweise an der Dokumentation der Alltagssituation von Arbeitern in Kairo.

Die Anschließende Diskussion über Kunst, Film und Verarbeitung von Geschehnissen und dem Auftrag des Künstlers oder Regisseurs war sehr spannend und wurde auch noch im Foyer bei ein paar orientalischen Snacks fortgesetzt.

Die Mitglieder von CULTUREconnection sind sehr froh über das gestiegene Interesse und Rezeption der Filmtage in den Medien sowie die guten Besucherzahlen. Besonders gefreut hat uns die sehr gute Annahme der Freikarten aus dem Kontingent für Flüchtlinge.